Sevilla

Nach längerer Zeit gibt es mal wieder einen Reisetipp. In diesem Jahr führte uns unser Urlaub nach Andalusien. Und da die Transavia (gehört zu KLM/Air France) ab München direkt fliegt, bot sich Sevilla als Ausgangspunkt an. Auch für einen reinen Städtetripp bietet sich Sevilla an, denn die Flugzeit hält sich mit 3 Stunden in Grenzen und wenn man sich auf Handgepäck beschränkt kann man Tickets ab ca 89 EUR ergattern. Ein weiterer Vorteil: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar und innerhalb von zwei Tagen hat man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten durch. Außer man ist Museumsbesucher aus Leidenschaft. Wir hatten für unsere Übernachtungen das Hotel Europa gebucht und ich kann es auf alle Fälle weiterempfehlen. Knappe 90 EUR kostete das Zimmer pro Übernachtung. Zwar ohne Frühstück, dafür aber inklusive Parkplatz. Die Lage ist optimal, fast direkt vor der Tür findet man die ersten Tapas Bars (Leider nicht zum draußen sitzen, aber vom Geschmack her super: Tabernas Coloniales) und zur Kathedrale weniger als 500 Meter zu Fuß.

Die Kathedrale war auch der Ausgangspunkt für unseren ersten Tag. Da schon eine ordentliche Schlange vor dem Portal zu sehen war, verschoben wir die Innenbesichtigung erstmal und wandten uns dem direkt daneben gelegenen Alcazar zu.

Die Anlage gilt als die älteste Königsresidenz Europas und beherbergt einen wunderschön angelegten Park mit Springbrunnen und prachtvollen Gebäude. Nach einer kleinen Stärkung bietet es sich nun an, auf der Avenida de la Constitucion nach Süden zu gehen, in Richtung des imposanten Plaza de Espana. Auch wenn das Gebäude vom Stil her wirkt als wäre es mehrere Jahrhunderte alt, so entstand es doch erst 1929 zur Ibero-Amrikanischen Ausstellung.

Als Rückweg kann man nun den Gehweg am Ufer des Rio Guadalquivir wählen, vorbei am Torre de Oro, welcher aus dem Jahr 1220 stammt.

Als nördliches Ende bietet sich dann die Stierkampfarena Plaza de Toros “La Maestranza” an. Ob man dies mit seinem Eintritt unterstützt, sollte jeder selbst entscheiden aber zumindest von außen ein sehr schönes Gebäude.

Nun nur noch wenige Minuten nach Osten und man ist wieder am Ausgangspunkt angelangt. Rund um die Kathedrale findet man eine große Anzahl schöner Restaurants und Tapas Bars, um den Tag ausklingen zu lassen. Für Fotografen lohnt sich dann auf alle Fälle auch noch ein nächtlicher Besuch des Bereiches um die Kathedrale, der Avenida de la Constitucion und auch am Plaza de Espana. Bei diesem aber unbedingt die Öffnungszeiten im Internet vorher nachlesen, da Nachts die Zugangstore geschlossen werden.

Am zweiten Tag, nach einem ausgiebigen Frühstück, stand dann die Besichtigung des Inneren der Kathedrale und des Sevillaner Wahrzeichens La Giralda, dem heutigen Glockenturm der Kathdrale an. Sie ist nach St.Peter in Rom und St Paul’s in London die drittgrößte Kathedrale der Welt und dementsprechend beeindruckend sind die Ausmaße auch.

Direkt an die Kathedrale schließt sich das Barrio de Santa Cruz an, ein schönes Viertel mit kleinen Gassen, Tapas Bars und kleinen Läden die zum spazieren einladen. Gegen Sonnenuntergang bietet sich dann noch ein Besuch am Metropol Parasol an, einer spektakulären Holzkonstruktion von 150 Meter Länge mit einem 250 Meter langen Aussichtssteg in 30 Meter Höhe.

Sicher hat Sevilla noch einiges mehr zu bieten, aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hat man so an zwei Tagen abgedeckt. Optimal also, wenn man nur begrenzt Zeit hat weil es einem weiter an die Küste zum Baden zieht oder weil man nur einen Wochenendtrip gebucht hat. Auf jeden Fall ist Sevilla eine Reise wert.